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Modulbeschreibungen

Lehrveranstaltungen an der Cusanus Hochschule

Herbstsemester 2015

Spiritualität der Weltkulturen I
Blockseminar/ 5 ECTS/ Master Philosophie

Beschreibung: Das Seminar gibt eine Einführung in den Buddhismus am konkreten Beispiel des des japanischen Zen Buddhismus. Anhand von Primärtexten aus unterschiedlichen Epochen (u.a. Dōgen, Hakuin, Senkai, Nishida) werden Konzepte spiritueller Entwicklungswege im Zen Buddhismus vorgestellt. Davon ausgehend werden Grundzüge des Buddhismus im Allgemeinen erarbeitet und die Problematik einer solchen Verallgemeinerung diskutiert.

Ökonomie und Ökonomisierung
Blockseminar/ 5 ECTS/ Master Ökonomie

Beschreibung: Das Seminar gewährt Einblicke in aktuelle und historische Problemstellungen des Spannungsfelds von Wirtschaftswissenschaft und Realwirtschaft einerseits sowie der Ökonomisierung verschiedener Gesellschaftsbereiche andererseits.

Kulturgeschichte des Denkens über Wirtschaft II
Blockseminar/ 5 ECTS/ Master Ökonomie

Beschreibung: Die Seminare zur „Kulturgeschichte des Denkens über Wirtschaft“ schulen ein vertieftes und spezielles Wissen über die Geschichte der Menschenbilder, Denkschulen und Methoden der Wirtschaftswissenschaften sowie ihrer Bezüge zu wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen bis in die Gegenwart. Beleuchtet wird insbesondere das Zusammenspiel von Theorie und Praxis, d.h. von theoretischen und realwirtschaftlichen Entwicklungen. So soll eine Analyse und kritische Reflexion grundlegender Denkweisen und Argumentationsmuster ebenso ermöglicht werden, wie eine Zurückführung aktueller ökonomischer Diskussionen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik auf ihre historischen und methodischen Wurzeln.

Institutionsgestaltung
Blockseminar/ 5 ECTS/ Master Ökonomie

Beschreibung: In diesem Seminar möchten wir uns mit Konzepten von Gesellschaft und Gemeinschaft und von Institutionen und Institutionenwandel beschäftigen, diese im Hinblick auf ihre Implikationen für die Gestaltung menschlichen Zusammenlebens analysieren und die Bedeutung von Institutionen und deren Gestaltung für individuelle, gesellschaftliche und gemeinschaftliche Entwicklungsprozesse theoretisch erfassen lernen. Insbesondere wird es darum gehen, Grundphänomene der Gestaltung selbstorganisierender Gemeinschaften, wie sie etwa im Zusammenhang mit moderner Geldverwendung und Arbeitsformen stehen, mit unterschiedlichen methodischen Zugängen detailliert beschreiben zu üben und sich adäquate philosophische, ethische und ökonomische Zugänge hierfür weitgehend eigenständig zu erarbeiten.

Lehrveranstaltungen im Zertifikatskurs „Ökonomie- und Gesellschaftsgestaltung“ an der Kueser Akademie für europäische Geistesgeschichte in Zusammenarbeit mit der Cusanus Hochschule in Gründung

Frühjahrssemster 2015

Ökonomie neu Denken II – Interdisziplinäre Methoden
Blockseminar/ 5 ECTS

Beschreibung: Im Zentrum dieses Moduls steht das Studium unterschiedlicher wissenschaftlicher Erkenntnisideale innerhalb und außerhalb der Ökonomie sowie in unterschiedlichen kulturellen Kontexten und deren Einflüsse auf die Wissenschaftspraxis. Dabei werden insbesondere erfahrungsbasierte Wissenschaft und distanziert-objektiver Forschung voneinander abgegrenzt und im Lichte von Formen, Idealen und Praktiken wissenschaftlicher Objektivität kritisch diskutiert. Vor dem Hintergrund einer Analyse des methodischen Standpunktes des ökonomischen Mainstreams werden die Studierenden zu einem reflektierten Methodenpluralismus befähigt. Dies beinhaltet neben der Beschreibung gesellschaftlicher und ökonomischer Phänomene aus mehreren Perspektiven insbesondere eine umfassende Begründung und Vermittlung des vorgenommenen Perspektivwechsels.

Gesellschaftsgestaltung I – Geld und Arbeit
Blockseminar/ 5 ECTS

Beschreibung: In den Seminaren zur „Gesellschaftsgestaltung“ werden konkrete ökonomische Kontexte aus verschiedenen Perspektiven durchleuchtet, um im Anschluss gestalterische Möglichkeiten und deren Vermittlungen unter Berücksichtigung von ethischen und strategischen Überlegungen zu betrachten und zu erproben. Im Rahmen des Fokus auf „Geld und Arbeit“ lernen Sie Geldverwendung und die Arbeitsteilung als Grundphänomene der Wirtschaft auf der Grundlage verschiedener Methoden zu beschreiben und sich dabei vor allem philosophische Zugänge zu diesen Phänomenen zu erarbeiten und „Blinde Flecken“ der ökonomischen Standardtheorie in Bezug auf diese Phänomene aufzudecken. In dem Modul versuchen wir diese durch systematische Methodenwechsel zu überwinden und so oftmals vernachlässigte gesellschaftliche Problemstellungen der Geldverwendung und Arbeitsteilung sprachfähig zu machen. Das Seminar soll Raum geben den eigenen Standpunkt in verschiedenen Kontroversen zu Geldverwendung und Arbeitsteilung zu finden, zu vertiefen und im Dialog zu begründen, Urteile ethisch reflektiert zu fällen und auf dieser Basis konkrete Handlungsalternativen zu erarbeiten.

In diesem Semester wurde das Seminar durch den Austausch im Rahmen des Geldsymposiums an der Cusanus Hochschule i.G. bereichert. LINK

Kulturgeschichte des Denkens über Wirtschaft II
Blockseminar/ 5 ECTS

Ökonomie und Ökonomisierung
Blockseminar / 5 ECTS

Lehrveranstaltungen im Zertifikatskurs „Wirtschafts- und Sozialgestaltung“ an der Kueser Akademie für europäische Geistesgeschichte e.V.

Frühjahrssemester 2014

Wirkungen ökonomischer Theorien auf Politik und Alltagsgeschehen
Blockseminar / 5 ECTS

Grundpositionen der Wirtschafts- und Sozialgestaltung III – Neoklassik und ökonomische Bildung und Grundpositionen der Wirtschafts- und Sozialgestaltung I – Kultur- und Geistesgeschichte
Blockseminar / je 5 ECTS

 Herbstsemester 2014

Ökonomie neu Denken I: Methodische Grundlagen – Erkenntnisideale, Wissenschaftspraxis & Selbstbild des Wissenschaftlers
Blockseminar / 5 ECTS

Lehrveranstaltungen im Fachbereich Wirtschaft der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, Alfter

Frühjahrssemster 2014

Philosophie und Wirtschaft
Blockseminar/3 SWS / Betriebswirtschaftslehre MA in Kooperation mit der Kueser Akademie

Management Ökonomie
Blockseminar/ 3 SWS / Betriebswirtschaftslehre MA in Kooperation mit der Kueser Akademie

Frühjahrssemster 2013

Unternehmenskultur und Ethik
Blockseminar/ 2013 / 3 SWS / Betriebswirtschaftslehre MA

Herbstsemester 2011

Management-Ökonomie (Einführung in die Volkswirtschaftslehre)
Blockseminar/ 3 SWS / MA Betriebswirtschaftslehre

Herbstsemester 2011 – Frühjahrssemester 2014

Wirtschaftstheorie
4 SWS / BA Betriebswirtschaftslehre (siehe unter „Modulbeschreibungen“)
Wirtschaftspolitik
4 SWS / BA Betriebswirtschaftslehre (siehe unter „Modulbeschreibungen“)

Frühjahrssemester 2009 – Frühjahrssemester 2011

Mikroökonomie
4 SWS / BA Betriebswirtschaftslehre (jedes Frühjahrssemester)
Makroökonomie
4 SWS / BA Betriebswirtschaftslehre (jedes Herbstsemester)

Lehrveranstaltungen im Studium Generale der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, Alfter

Frühjahrssemester 2013
Unternehmenskultur und Ethik

Beschreibung: Unternehmenskultur beschreibt die Sammlung von Gewohnheiten, Werten, Regeln, Glaubenssätzen und Haltungen, die den grundlegenden Erfahrungskontext für alles Handeln und Denken in Unternehmen bilden. Diese Sammlung gründet wiederum in einem Repertoire weitgehend unbewusster Vorstellungs-, Handlungs- und Deutungsmustern, die einem Kulturraum als Ganzem so selbstverständlich sind, dass sie oft nicht eigens als Quelle der (ethischen) Gestaltung von Unternehmen erkannt werden. In diesem Modul lernen Sie, diesen Mangel zu überwinden, indem Sie  systematisch Ihre (inter)kulturelle Kompetenz nicht nur inhaltlich, sondern auch methodisch erweitern:

  • Sie erhellen die Tiefenstrukturen kultureller Vorverständnisse und erforschen ihre Relevanz für die ökonomische Theorie und Praxis;
  • Sie lernen im Dialog mit den Kulturen Chinas und Japans vom Standpunkt des Anderen aus die stillschweigenden Grundannahmen der eigenen wissenschaftlichen und unternehmerischer Tätigkeit zu reflektieren und kreativ zu variieren
  • Sie erkennen die Möglichkeiten und Bedingungen kultureller Verschiedenheit und schulen vor diesem Hintergrund den Umgang mit Konflikten, die aus irreduziblen Differenzen der Welterfahrung resultieren;
  • Sie erkennen die Bedeutung kultureller Verschiedenheit für die wirtschaftliche Praxis und Forschung und entwickeln auf dieser Basis Instrumente der Bewahrung, Gestaltung und Veränderung von Unternehmenskulturen;
  • Sie reflektieren Unternehmenskulturen speziell auf ihre (impliziten) moralischen Wertvorstellungen und Denkhaltungen und lernen so, die ethische Verantwortung von Unternehmen in verschiedenen Gesellschaften zu reflektieren und Maßnahmen zur ethischen Gestaltung der Wirtschaft kontextadäquat zu initiieren.

Konkrete Lerninhalte des Moduls sind: Methoden inter- und transkultureller Forschung in Philosophie und Wirtschaft,  Ästhetik in Unternehmenstheorie und –praxis, Ethik in Unternehmenstheorie und –praxis, Kernbegriffe der Betriebswirtschaftslehre im Kulturenvergleich, Kulturelle und ethische Innovations- und Transformationsprozesse in Unternehmen.

Herbstsemester 2012

Wissenschaftliche Beobachtung und soziale Teilhabe (mit Prof. Dr. Harald Schwaetzer)
Blockseminar / 2 SWS / Alle BA Studiengänge

Beschreibung: Im Zuge der Aufklärung setzt sich in den Wissenschaften schrittweise das Ideal der distanzierten Beobachtung durch: Der moderne  Wissenschaftler soll sich nicht mehr als Teil des Geschehens verstehen, sondern versuchen, diesem unbeteiligt gegenüberzustehen. Er soll es wie mit den Augen eines Gottes lediglich von außen betrachten. Gleich ob in Wirtschaftswissenschaft, Medizin oder anderswo: Dieses Ideal ist heute so selbstverständlich, dass es innerhalb der meisten Wissenschaften selbst nicht mehr eigens reflektiert wird. Im Gegensatz hierzu werden wir uns im Seminar mit diesem Ideal selbst eingehend beschäftigen. Zunächst werden wir seine Entstehungsgeschichte an verschiedenen Beispielen (von der Kunst bis hin zur Ökonomie) nachvollziehen und uns mit den Gründen beschäftigen, warum es sich in so vielen Disziplinen über die Jahrhunderte durchsetzen und behaupten konnte. Sodann werden wir uns seiner Kritik zuwenden. In einem weiteren Schritt werden wir nach  grundsätzlichen Alternativen zu dieser Beobachtungsform fragen und an konkreten Beispielen aufzeigen, wie Wissenschaft (wieder) zur sozialen Teilhabe befähigen kann.

Räume. Raumerfahrung und Raumwahrnehmung zwischen Eurythmie und Philosophie (mit Hans Wagenmann)
Blockseminar / 2 SWS / Alle BA Studiengänge

Beschreibung: „Der Raum ist ein Geflecht von beweglichen Elementen. Er ist gewissermaßen von der Gesamtheit der Bewegung erfüllt, die sich in ihm entfalten. Er ist ein Resultat von Aktivitäten, die ihm eine Richtung geben“ (de Certeau). Kaum etwas ist uns so selbstverständlich, wie in Räumen zu leben und zu arbeiten – seien es Seminarräume, Arbeitsplätze, Bühnen oder Gebäude. Trotz oder gerade wegen dieser Selbstverständlichkeit bleibt die Frage zumeist ungeklärt, was Räume eigentlich sind und wie wir sie wahrnehmen. Im Seminar hingegen werden wir uns mit dieser grundlegenden Frage eingehend beschäftigen. Hierfür werden wir in eurythmischen Übungen und Choreographien die Wechselwirkungen von Räumen, Aktivitäten und zwischenmenschlichen Beziehungen praktisch erkunden und aus unterschiedlichen philosophischen Perspektiven reflektieren. Darauf aufbauend werden wir fragen, wie wir Räume bewusst gestalten können.

Herbstsemester 2011

Freiheit und Ordnung – Eine Einführung in das ökonomische Denken
Vorlesung / 2 SWS / Alle BA Studiengänge

Beschreibung: Nicht zuletzt die Wirtschafts- und Finanzkrisen der letzten Jahre werfen (wieder) eine entscheidende Grundfrage der Ökonomie auf: Wie lassen sich individuelle Freiheit und soziale Ordnung in Einklang bringen? Kenneth Arrow, Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaften, formulierte einmal: „Die unmittelbare Antwort des gesunden Menschenverstandes auf die Frage: ‚Wie wird eine Wirtschaft aussehen, die aus sehr vielen Handelnden besteht und vom Eigennutz motiviert wird‘ ist wahrscheinlich: ‚Es wird Chaos sein‘.“ Seit über 250 Jahren haben Ökonomen Denkmodelle entwickelt, die dieser Einschätzung widersprechen. Individuelle Freiheit in Form des Eigennutzes, so lautet die allgemeine Überzeugung seit Bernard Mandeville und Adam Smith, führt zu öffentlicher Wohlfahrt und einem stabilen System des Gleichgewichts. Im Seminar werden wir die Herausbildung dieser Überzeugung nachzeichnen, um daran exemplarisch wesentliche Grundzüge des ökonomischen Denkens herauszuarbeiten. Zudem werden wir alternative Denkmodelle innerhalb und außerhalb der Wirtschaftswissenschaften erarbeiten, um kritisch wie konstruktiv unsere Perspektivvielfalt auf das Zusammenspiel von Freiheit und Ordnung zu erweitern.

Frühjahrssemester 2011

Wirtschaft neu denken. Eine Herausforderung an die Philosophie. Gemeinsam ist aller Geldbesitz (mit Prof. Dr. Marcelo da Veiga)
Seminar / 2 SWS / Alle BA Studiengänge

Beschreibung: Die moderne Wirtschaftstheorie fasst Ökonomie als bloße Ansammlung von Ich-Es-Beziehungen auf: Jeder Mensch scheint vereinzelt einem knappen Reich der Güter und Ressourcen gegenüberzustehen. In dieser Perspektive gilt auch das Geld lediglich als nützliches Mittel, welches der individuellen Gewinn- und Nutzenmaximierung zu dienen hat. Um dem wahren Geheimnis des Geldes und seiner Herrschaft auf die Spur zu kommen, erarbeiten wir im Seminar einen grundlegend anderen methodischen Zugang: Indem wir das Geld philosophisch und kulturtheoretisch aus Ich-Du-Relationen rekonstruieren, werden wir seine Bedeutung als ein interpersonales Vertrauensverhältnis erforschen und aufzeigen, wie es eine spezifisch ökonomische Form der Vergesellschaftung begründet. Darauf aufbauend werden wir exemplarisch gegenwärtige Problemlagen der globalen Wirtschafts- und Finanzkrisen systematisch als Vertrauenskrisen rekonstruieren. Nicht zuletzt werden wir Strategien zur Überwindung dieser Krisen diskutieren: Wie lassen sich im und jenseits des Geldes Kommunikationsformen begründen, in denen wir gemeinsam und füreinander wirtschaften können?

Unternehmenskultur und -ethik (mit Prof. Dr. Günter Seubold und Hans Wagenmann)
Vorlesung & Seminar (Blockwoche) / 3 SWS / Master Betriebswirtschaftslehre /

Propaganda & PR: die Manipulation öffentlicher Meinung (mit Prof. Dr. Jochen Krautz und Dr. Sandra del Pilar)
Blockseminar / 2 SWS / Alle BA Studiengänge

Beschreibung: In demokratischen Gesellschaften scheint der Begriff der Propaganda veraltet. Doch mit seinem gleichnamigen Buch schuf Edward Bernays 1928 die bis heute gültige Grundlage für das moderne Kommunikationsmanagement und der Public Relations (PR). Darin wird „die bewusste und intelligente Manipulation der organisierten Gewohnheiten und Meinungen der Massen“ als „wichtiges Element demokratischer Gesellschaften“ sowie als „unsichtbarer Mechanismus der Gesellschaft“ bezeichnet, der die „wahre herrschende Kraft“ eines Landes darstelle. Unterhalb des Radars der bewussten Wahrnehmung gelte es die öffentliche Meinung „zu reglementieren, wie eine Armee die Leiber ihrer Soldaten bewege.“ Im Seminar werden wir zunächst die erkenntnistheoretischen Grundlagen dieses Verständnisses von PR erarbeiten. Sodann werden wir sprachliche wie bildliche Beispiele modernen Kommunikationsmanagements analysieren und fragen, inwieweit diese das von Edward Bernays formulierte Konzept der Manipulation umsetzen. Zudem wollen wir diskutieren, ob und wie Kunst intendierte Prozesse der Manipulation bewusst machen kann.

Herbstsemester 2010

Wirtschaft neu denken. Eine Herausforderung an die Philosophie. Menschsein in der Wirtschaft (mit Prof. Dr. Marcelo da Veiga)
Seminar / 2 SWS / Alle BA Studiengänge

Beschreibung: Welche menschlichen Folgen hat die Wirtschaft? Wie beeinflussen ökonomische Institutionen die Art und Weise, wie wir Menschen leben, uns definieren und nach einem erfüllten Leben streben? Diese Fragen verweisen auf einen blinden Fleck der Wirtschaftswissenschaften, insofern diese gerade von der historischen Situation des Einzelnen zu abstrahieren versuchen, um Menschen als kalkulierbare Elemente in ihre Modellwelten einzufügen. Hier gilt es vor allem in methodischer Hinsicht neu zu denken: Wie können wir Wissen aus Philosophie und Ökonomie fruchtbar machen, nicht um uns als Beobachter vom wirtschaftlichen Alltag zu distanzieren, sondern – gerade umgekehrt – gründlicher in diesen Alltag einzustehen? Und wie lassen sich auf diese Weise Verantwortungs- und Gestaltungspotentiale erkennen und realisieren? Im Seminar werden wir diesen Fragen exemplarisch anhand einer eingehenden Reflexion ausgewählter Alltagssituationen nachgehen. Auf unserer Entdeckungsreise werden wir dabei dem traditionellen Handwerker ebenso begegnen wie dem flexiblen Arbeiter und dem erfolgreichen Broker.

Frühjahrssemester 2010

Wirtschaft neu denken. Eine Herausforderung an die Philosophie. Ökonomische Menschenbilder im Wandel
Seminar / 2 SWS / Alle BA Studiengänge

Beschreibung: Kaum etwas prägt unsere heutige Gesellschaft so wie der Begriff des Individuums. Ohne ihn lassen sich Themen wie Gerechtigkeit, Freiheit und Wettbewerb in Politik und Wirtschaft kaum adäquat reflektieren. Doch der ökonomische Mainstream setzt diesen Begriff fraglos voraus und lässt so seine Annahmen über den Menschen im Dunkeln. Die Lehrveranstaltungen begeben sich auf Spurensuche, um die Entwicklung ökonomischer Menschenbilder sowie deren Verflechtungen mit der wirtschaftlichen Praxis nachzuzeichnen. Zudem werden Menschenbilder aus der Philosophie erarbeitet und gefragt, inwieweit sie den Reichtum wirtschaftlicher Schaffens- und Gestaltungsformen besser in den Blick zu nehmen vermögen. Die Themen werden von den Studierenden aktiv vorbereitet und präsentiert sowie mit den Dozenten und eingeladenen Fachleuten diskutiert. Es werden zwei Veranstaltungen zum genannten Thema angeboten (Vorlesung und Blockseminar), die zusammen oder einzeln belegt werden können.

Individualism and Altruism. How Can We Move Beyond Selfish Behavior
(mit Prof. Dr. Marcelo da Veiga)

Blockseminar (in englischer Sprache) / 1 SWS / Alle BA Studiengänge

Beschreibung: siehe das vorangegangene Seminar.

Sun Tzu – Einblicke in das chinesische Denken (mit Prof. Dr. Dirk Battenfeld und Prof. Dr. Karl-Heinz Brodbeck)
Blockseminar / 2 SWS / Alle BA Studiengänge

Beschreibung: Die rund 2500 Jahre alte Abhandlung „Die Kunst des Krieges“ von Sun Tzu, einem Zeitgenossen des Konfuzius, gilt als das weltweit einflussreichste Handbuch strategischen Handelns. Wir studieren diese Abhandlung und üben uns zugleich in das etwa gleich alte Strategiespiel Go (chinesisch: weiqi) ein, um reflexiv und intuitiv Zugänge zur chinesischen Vorstellung von Wirksamkeit und Effizienz zu gewinnen. Dabei versuchen wir die Verwirrung, die das Andere des chinesischen Denkens und Spielens für uns bedeutet, nicht vorschnell durch eine begriffliche Einordnung zu beheben, sondern erst durch die Verwirrung hindurch ihren Einsichten auf die Spur zu kommen.

Herbstsemester 2009

Wirtschaft neu denken. Eine Herausforderung an die Philosophie
(mit Prof. Dr. Marcelo da Veiga)

Seminar / 2 SWS / Alle BA Studiengänge

Beschreibung: Sowohl die Finanzkrise als auch der Klimawandel offenbaren fundamentale Schwächen im herkömmlichen Wirtschaftsdenken: Sie zeigen, dass die Art und Weise, wie die Ökonomie das Funktionieren von Wirtschaft beschreibt, nicht länger fraglos akzeptiert, sondern umgekehrt kritisiert und revidiert werden muss. Eine solche Transformation des Denkens ist eine Herausforderung an die Philosophie. Das Seminar stellt sich dieser Herausforderung, indem es folgende Themenkreise behandelt: 1. Geld und Zins: die Bedeutung des Geldes für Wissenschaft, Mensch und Gesellschaft, Kritik an der modernen Geldwirtschaft und -theorie, Alternativen zu Geld und Zins; 2. Natur und Nachhaltigkeit: Naturbegriffe des ökonomischen Mainstream, ökologische Krisen im 21. Jahrhundert, Nachhaltigkeitskonzepte, alternative Wirtschaftsformen. Die Themen werden von den Studierenden aktiv vorbereitet und präsentiert sowie mit den Dozenten und eingeladenen Fachleuten diskutiert.

Frühjahrssemester 2009

Wirtschaft neu denken! Eine Herausforderung an die Philosophie
(mit Prof. Dr. Marcelo da Veiga)

Seminar / 2 SWS / Alle BA Studiengänge

Beschreibung: In der Betriebswirtschaftslehre werden die Bedingungen und Prinzipien für das Funktionieren von Wirtschaft untersucht und beschrieben. Sie beschäftigt sich aber weniger mit der Bedeutung, dem Sinn und dem Wert der Wirtschaft für den Menschen. Diese Fragen sind philosophischer Natur. Angesichts des weltweiten Versagens des lediglich auf Funktionieren ausgelegten Wirtschaftssystems und des Versuchs, den Kollaps nicht als ein Versagen des Systems, sondern nur als Betriebsfehler zu stilisieren, werden diese ausgeblendeten Fragen, die den Sinn der Wirtschaft betreffen, immer drückender. Das Seminar will diese Frage aufgreifen und diskutieren. Es behandelt Themen wie: 1. Globalisierung. Chancen und Risiken, 2. Die Dreigliederungsidee Rudolf Steiners. Was ist das?, 3. Fair Trade oder der bewusste Kunde., 4. Wertorientierung und Unternehmenskultur. 5. Wirtschaft und Kunst. Die Themen werden von den Studierenden aktiv vorbereitet und präsentiert und mit den Dozenten und eingeladenen kompetenten Fachleuten diskutiert. Interessenten werden gebeten, mit der AG Wirtschaft neu denken in Kontakt zu treten.

Lehr- und Fortbildungsveranstaltungen anderer Institutionen

Bildung als schöpferische Reflexion – Bedingungen und Möglichkeiten gesellschaftlichen Umdenkens am Beispiel der Ökonomie (mit Prof. Dr. Harald Schwaetzer)
Wissenschaftliches Kolleg der Studienstiftung des deutschen Volkes 2013-2015 – Ökonomisch-philosophische Arbeitsgruppe des gesellschaftswissenschaftlichen Kollegs

Beschreibung: Angesichts der fortschreitenden Anonymisierung und Standardisierung aller Gesellschaftsbereiche – von der Wirtschaft über die Medizin und das Recht bis hin zur Bildung – wird der Ruf nach einem Umdenken lauter, nicht zuletzt auch in den Wissenschaften. „What is missing from the policy analyst’s tool kit – and from the set of accepted, well-developed theories of human organization – is an adequately specified theory of collective action whereby a group of principals can organize themselves voluntarily” (E. Ostrom). Warum aber gelten speziell dem ökonomischen Mainstream Denkweisen zwischenmenschlicher Sozialität als „incoherent ramblings on solidarity“ (V. Pareto)? Inwieweit verbergen sich dahinter Probleme des modernen Wissenschaftsverständnisses allgemein? Wie müssen wir in Wissenschaft und Gesellschaft neu denken lernen, um weiterhin zusammenleben zu können?
Die Arbeitsgruppe untersucht Bedingungen und Möglichkeiten der Bildung, um die zur Beantwortung dieser Fragen notwendigen Einsichten und Fähigkeiten zu entwickeln. Erstens untersuchen wir im Kontext der Bildungsphilosophie, wie Bildung befähigen kann, sich Denkstilen, Paradigmen und Methoden sowie ihrer gestalterischen Potentiale bewusst zu werden. Zweitens legen wir wissenschaftsgeschichtlich und -theoretisch die unausgesprochenen Voraussetzungen des ökonomischen Imperialismus mit Schwerpunkt auf Fragen zwischenmenschlicher Sozialität offen. Wir untersuchen, welche Haltungen die ökonomische Bildung zu dieser Sozialität implizit prägt. Drittens gehen wir geistesgeschichtlich der Frage nach, inwieweit Bildungsprozesse in den modernen Geistes- und Naturwissenschaften diese Voraussetzungen und prägenden Einflüsse teilen. Hierfür wenden wir uns u.a. der Geschichte ‚wissenschaftlicher Objektivität‘ zu. Viertens geht es um Alternativen: Wie lässt sich ein Denken der Geselligkeit bilden? Inwieweit setzt dies ein Denken in Geselligkeit voraus? Wie kann Bildung ihrer Aufgabe gerecht werden, eine Wissenschaft vom Menschen für Menschen zu entwerfen?

Die Neoklassische Theorie – verborgenes Fundament der (ökonomischen) Bildung (mit Prof. Dr. Karl-Heinz Brodbeck, Prof. Dr. Harald Schwaetzer und Prof. Dr. Harald Spehl)
Blockseminar der Kueser Akademie für Europäische Geistesgeschichte vom 21.-23. Juni 2013
Beschreibung Das Blockseminar weist exemplarisch Wege auf, wie Bildung das ökonomische Denken in seinen Voraussetzungen kritisch reflektieren und grundlegend verändern kann. Diese eigentliche Aufgabe ökonomischer Bildung wird in den an Schulen und Hochschulen selten erkannt, noch seltener erfüllt. Anstatt eine Vielfalt der Perspektiven auf die Wirtschaft zu eröffnen, trainiert der an Schulen und Universitäten dominierende ökonomische Mainstream lediglich einen einzigen, vermeintlich „wahren“ Blick auf Wirtschaft. Die Blickweise selbst bleibt dunkel. Man erlernt lediglich, mit ihr zu denken, nicht aber über sie. – Das Blockseminar zeigt, wie sich diese unheilvolle Gewohnheit des Denkens aufheben lässt, wie sich die blinden Flecken beseitigen lassen: Die Herkunft und die begrifflichen Grundlagen des ökonomischen Mainstreams in der neoklassischen Theorie werden kritisch durchleuchtet und daraus mögliche Alternativen entwickelt.


Neue Spielregeln für die Wirtschaft? (mit Prof. Dr. Karl-Heinz Brodbeck)
Tagesseminar der Kueser Akademie für Europäische Geistesgeschichte
am 23. Oktober 2010, Bernkastel-Kues

Beschreibung: Die globalen Finanz- und Umweltkrisen stellen die Ökonomie vor gewaltige Herausforderungen. Reflexartig reagieren Politiker wie Theoretiker mit dem Ruf nach neuen Spielregeln für die Märkte. Die diesem Ruf zugrunde liegende Metapher, Wirtschaft sei wie ein Spiel, dessen externe Regeln den freien Wettbewerb zum Wohle aller lenken könnten, ist für die gesamten positiven wie normativen Wirtschaftswissenschaften leitend. Doch lassen sich wirtschaftliches Handeln und ethische Verantwortung tatsächlich auf einen Regelgehorsam reduzieren? Welche Alternativen gibt es? In diesem Seminar werden wir diesen Fragen systematisch anhand philosophischer und ökonomischer Schlüsseltexte sowie aktueller Beispiele aus der Wirtschaftspolitik nachgehen. So sollen implizite Selbstbegrenzungen gegenwärtiger Wirtschaftstheorien sichtbar und Denk- und Handlungsalternativen erarbeitet werden. Wirkliche Um- und Aufbrüche in der Ökonomie, so die These, bedingen ein grundlegend neues Verständnis vom Spiel der Wirtschaft selbst, nicht allein von dessen Regeln.

Eigeninteresse und Gemeinwohl. Ökonomische und Philosophische Aspekte der ‚Invisible Hand‘ (mit Prof. Dr. Karl-Heinz Brodbeck)
Arbeitsgruppe der Sommerakademie der Studienstiftung des deutschen Volkes in St. Johann im Ahrntal (Österreich) vom 29. August – 11. September 2010

Beschreibung: Die Grundthese der ökonomischen Moderne besagt, dass die massenhafte Verfolgung der Eigeninteressen das Gemeinwohl fördere oder sogar überhaupt erst herstelle. In der Arbeitsgruppe möchten wir diese These in ihrer Genese verfolgen, ihren Begründungen in Philosophie und Wirtschaftswissenschaft nachgehen und ihre Auswirkungen auf Politik und Gesellschaft aufzeigen. Hierzu werden anhand von Schlüsseltexten sowohl aus dem westlichen wie auch dem ostasiatischen Kontext wichtige Begründungsstrategien herausgearbeitet und auf ihre logische und empirische Haltbarkeit hin überprüft. Ein besonderes Augenmerk wird hierbei auf die Frage gerichtet, inwieweit die These vom Wirken einer unsichtbaren Hand im Prozess der Globalisierung und an den Finanzmärkten in den letzten Jahrzehnten politische Weichenstellungen beeinflusst und damit zur globalen Krise beigetragen hat.

Vom ethischen Umgang mit Geld (mit Pfr. Beatrix Jessberger)
Wochenendseminar im Haus Fernblick
vom 19. – 21. Februar 2010 in Teufen (Schweiz)

Beschreibung: Kaum etwas prägt uns heute so wie der Umgang mit Geld. Geld begründet zugleich Mangel und Reichtum, Freiheit und Unabhängigkeit, zugleich bindet es uns ein in die Handlungszwänge der Wirtschaft – mit unüberschaubaren Folgen. Wir nehmen den Psalm 23 mit seinen Worten „Mir mangelt es an nichts“ zum Ausgang für eine Suche nach einem spirituellen Ort, in dem nicht mehr der Umgang mit Geld uns bestimmt, sondern wir diesen Umgang lenken und kreativ gestalten können. Ziel ist es, in der offenen Weite unseres Lebens dem Geld wieder einen Platz zu geben, dessen Grenzen wir selbst bestimmen.

Modulbeschreibungen

Volkswirtschaftslehre

Angesichts der fundamentalen Krise, in der sich die Volkswirtschaftslehre momentan befindet, habe ich in den letzten Jahren die volkswirtschaftlichen Module des BA Betriebswirtschaftslehre an der Alanus Hochschule völlig umgestaltet. Statt weiterhin Mikro- und Makroökonomie nach Manier der ökonomischen Lehrbuchwissenschaft zu lehren, gebe ich den Studierenden einen umfassenden Einblick in die Wirtschaftstheorie und die Wirtschaftspolitik.

 

  Modul „Wirtschaftstheorie“ (BA BWL) pdf
  Modul „Wirtschaftspolitik“ (BA BWL) pdf

Studium Generale

Das Studium Generale an der Alanus Hochschule ist kein eigenständiger Studiengang, sondern begleitet das jeweilige Fachstudium während der gesamten Studienzeit – so auch die Betriebswirtschaftslehre. Dabei steht nicht reiner Wissenserwerb, sondern das “Denken lernen” im Rahmen einer kontinuierlichen Persönlichkeitsentwicklung im Zentrum. In den einzelnen Veranstaltungen des Studium Generale begegnen sich jahrgangsübergreifend die Studierenden der verschiedenen Fächer und weiten so den Blick über die Grenzen der eigenen Disziplin.

Meine Kollegen und ich haben in den letzten Jahren drei Module entwickelt,  die zusammen das Studium Generale für den BA Betriebswirtschaftslehre ausmachen. In jedem Semester bieten wir neue Vorlesungen, Seminar etc. an, die Studierende im Rahmen dieser Module besuchen können. Beispiele für das, was ich anbiete, finden Sie unter „Lehrveranstaltungen“.

  Modul „Erkenntnistheorie und Philosophiegeschichte“ (BA BWL) pdf
  Modul „Ethik und Anthropologie“ (BA BWL) pdf
  Modul „Ästhetik und Kunstgeschichte“ (BA BWL) pdf

Im Studium Generale bieten wir auch zwei Module im Rahmen des Masters Betriebswirtschaftslehre an:

  Modul „Unternehmenskultur und –ethik“ (MA BWL) pdf
  Modul „Philosophie und Wirtschaft“ (MA BWL) pdf

„Der Raum ist ein Geflecht von beweglichen Elementen. Er ist gewissermaßen von der Gesamtheit der Bewegung erfüllt, die sich in ihm entfalten. Er ist ein Resultat von Aktivitäten, die ihm eine Richtung geben“ (de Certeau). Kaum etwas ist uns so selbstverständlich, wie in Räumen zu leben und zu arbeiten – seien es Seminarräume, Arbeitsplätze, Bühnen oder Gebäude. Trotz oder gerade wegen dieser Selbstverständlichkeit bleibt die Frage zumeist ungeklärt, was Räume eigentlich sind und wie wir sie wahrnehmen. Im Seminar hingegen werden wir uns mit dieser grundlegenden Frage eingehend beschäftigen.  Hierfür werden wir in eurythmischen Übungen und Choreographien die Wechselwirkungen von Räumen, Aktivitäten und zwischenmenschlichen Beziehungen praktisch erkunden und aus unterschiedlichen philosophischen Perspektiven reflektieren. Darauf aufbauend werden wir fragen, wie wir Räume bewusst gestalten können.