Neue interdisziplinäre Studiengänge der Ökonomie an der Cusanus Hochschule

An der Cusanus Hochschule können Sie Ökonomie neu studieren – geschichtsbewusst, kritisch, plural und realitätsbezogen!

Seit dem Ausbrauch der Wirtschafts-, Währungs-, Schulden- und Finanzkrisen 2009 hat sich die Kritik an der herrschenden ökonomischen Bildung intensiviert. Am Institut für Ökonomie der Cusanus Hochschule gestalten wir die kritische Diskussion in Wissenschaft und Öffentlichkeit maßgeblich mit. Doch bleiben wir dabei nicht stehen. Vielmehr bieten wir wirkliche Alternativen sowohl auf Bachelor- als auch auf Masterebene an!

Unser Masterstudiengang Ökonomie schafft mit seiner einmaligen inter- und transdisziplinären Konzeption akademische Freiräume, um

  • kultur- und ideengeschichtlich zu forschen, um Ökonomie historisch zu verstehen und im Wissen um ihre Geschichte die Zukunft zu gestalten;
  • fundiert Kritik an den gegenwärtigen Mainstream-Wirtschaftswissenschaften und ihrer dominierenden Rolle in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu üben;
  • die Ökonomie als methodisch vielfältige und für andere Disziplinen offene Wissenschaft zu begreifen, ohne in Beliebigkeit zu verfallen;
  • Denkvoraussetzungen für die praktische Neugestaltung konkreter Lebensbereiche ebenso wie gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Strukturen und Institutionen zu schaffen;
  • sich selbst im Dialog mit anderen zu bilden und dabei die eigenen Werkzeuge des Wahrnehmens, Denkens, Verstehens und Argumentierens bewusst zu schulen.

Die Stärken unseres Bachelorstudienganges Ökonomie sind:

  • Multiperspektivität und Interdisziplinarität: Wir analysieren ökonomische Fragestellungen aus der Perspektive verschiedener betriebs- und volkswirtschaftlicher Theorien sowie im interdisziplinären Dialog.
  • Fokus: Unser Studiengang stellt die Analyse und Beschreibung von institutionellen Zusammenhängen in den Vordergrund, in denen Menschen wirtschaftliche Strukturen gestalten.
  • Weitblick: Sie lernen, wie individuelle und institutionelle Entscheidungen in wirtschaftliche, politische, gesellschaftliche und ökologische Kontexte eingebettet sind.
  • Realitätsbezug: Wir vermitteln Fachwissen anhand konkreter Gestaltungsaufgaben und integrieren Projekte und Praktika in die Lehre.
  • Tiefgang: Wir schulen ein umfassendes Verantwortungs- und Wertebewusstsein. Gleichzeitig binden wir ideengeschichtliche und ethische Reflexion in die Ökonomie ein.
  • Kreativität: Wir befähigen zu eigenständigem Denken, ungewöhnlichen Lösungswegen und innovativen Fragestellungen auf einem soliden Wissensfundament.
  • Persönlichkeitsbildung: Bei uns stehen Sie als Mensch im Mittelpunkt. Die Entwicklung Ihrer Fähigkeiten hat für uns Priorität.
  • Lernen im Dialog: Wir lehren in kleinen Gruppen und im Austausch mit Praktikern.
  • Schwerpunkt „Soziale Verantwortung“: Wir lehren, Verantwortung als positive Gestaltungs- und Veränderungskraft auf individueller, organisatorischer und gesellschaftlich-politischer Ebene wahrzunehmen. Dazu gehört auch ein ethisch reflektiertes Engagement.

Bewerbungen Sie sich jetzt auf einen Studienplatz! Ich freue mich, wenn Sie dabei sind.

Weitere Informationen finden Sie hier:

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Zur Gründung der Cusanus Hochschule

„Kann man überhaupt eine Hochschule gründen? Darf man das? Solche Fragen habe ich in den letzten Jahren oft gehört. Die staatliche Anerkennung der Cusanus Hochschule im Mai 2015 beantwortet diese Fragen mit einem zweifachen Ja. Zugleich zeigt sie, dass dies keineswegs selbstverständlich ist. Zu viele Hürden gerade auch bürokratischer Art stehen einer solchen Gründung im Weg. Es ist nicht leicht, Entscheidungsträger in diesem Lande davon zu überzeugen, dass akademische und gesellschaftliche Initiativen wie die Cusanus Hochschule ernster zu nehmen sind als der bloße Versuch von wenigen Freunden, eine irgendwie geartete Bildungseinrichtung zu gründen. Und noch schwerer lässt sich ausmachen, wer heutzutage überhaupt die Kompetenz besitzt, über Fragen von Wissenschaftlichkeit, Wirtschaftlichkeit etc. in der Bildung zu entscheiden.

Warum aber gründet man eine Hochschule? Diese Frage höre ich mindestens ebenso häufig. Hier kommt der Versuch einer persönlichen Antwort: Ich bin überzeugt, dass wir Bildung, speziell die ökonomische und philosophische Bildung inhaltlich erneuern müssen. Realitätsnähe, Geschichtsbewusstsein, Pluralität, Persönlichkeitsbildung und eine verantwortungsbewusste Forschung sind dabei wesentliche Stichworte. Doch lässt sich eine solche Erneuerung nicht glaubwürdig durchführen, ohne zugleich die Form der Bildung zu verändern. Seit Jahrzehnten werden zunehmend alle marktfremden Gesichtspunkte aus den Interaktionsbeziehungen von Forschenden, Lehrenden und Lernenden entfernt. Das Lernen, Lehren und Forschen wird wie ein Wettbewerb organisiert, bei dem alle nur noch durch auf abstrakte und anonyme Regeln und Signale (allen voran des Geldes) reagieren. Bildung verkommt damit zu einem Spiel, dessen Spieler keinerlei Möglichkeit haben, die Regeln ihres Zusammenwirkens mitzugestalten. In der Folge droht sich mein Beruf als Professorin darauf zu reduzieren, Studierenden durch ein vorgegebenes Curriculum zu lotsen. Dem ursprünglichen Wortsinn nach ist ein Curriculum aber nicht mehr als eine ringförmige Rennbahn standardisierter Länge, auf der Konkurrenten um den Sieg ringen.

Muss das wirklich so sein? Sind wir Professoren tatsächlich dazu verdammt, uns auf reine Produktionsfaktoren in einer Bildungsmaschinerie reduzieren lassen, wie es die OECD bereits in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts postuliert hat? Oder können und dürfen, ja müssen wir – gemeinsam mit Studierenden und gesellschaftlichen Akteuren – den Bildungsprozess nicht doch in weiten Teilen in Verantwortung für Mitmensch und Mitwelt gestalten, sowohl in inhaltlicher, rechtlicher, ökonomischer als auch organisatorischer Hinsicht? Ich beteilige mich am Aufbau der Cusanus Hochschule, um aktiv und sehr konkret diese und ähnliche Fragen anzugehen. Ich möchte, dass Studierende an ihrer Hochschule nicht nur etwas über Unternehmens-, Wirtschafts- und Gesellschaftsgestaltung lernen, sondern zugleich aktiv eine solche Gestaltung miterleben und an ihr mitwirken können. Nur in diesem Zusammenspiel von Form und Inhalt, so meine ich, kann eine freie und zugleich verantwortungsbewusste Bildung im 21. Jahrhundert glaubhaft gelingen. Ich lade Sie ein, daran teilzuhaben!

Weitere Informationen zur Cusanus Hochschule finden Sie hier:   Homepage.

 


Kritik an der Volkswirtschaftslehre

Die moderne Lehrbuchökonomie hat eine wahre Monokultur des Denkens geschaffen. Weltweit führt sie allein in die Neoklassik ein, ohne mögliche Alternativen auch nur zu nennen. Zugleich verzichtet sie konsequent darauf, das ökonomische Denken selbst zu lehren: keine Theoriegeschichte, kaum Methodenlehre, keine Einführung in alternative Sichtweisen. Eine solche Art der ökonomischen Bildung halte ich für kurzsichtig und verantwortungslos. Folglich habe ich sie in vielfacher Hinsicht in meinen Veröffentlichungen sowie Vorträgen kritisiert und Alternativen aufgezeigt.