Forschungsschwerpunkt: Kritik an der Volkswirtschaftslehre / Research Focus: Critique of Standard Economic Education

Die moderne Lehrbuchökonomie hat eine wahre Monokultur des Denkens geschaffen. Weltweit führt sie allein in die Neoklassik ein, ohne mögliche Alternativen auch nur zu nennen. Zugleich verzichtet sie konsequent darauf, das ökonomische Denken selbst zu lehren: keine Theoriegeschichte, kaum Methodenlehre, keine Einführung in alternative Sichtweisen. Eine solche Art der ökonomischen Bildung halte ich für kurzsichtig und verantwortungslos. Folglich habe ich sie in vielfacher Hinsicht in meinen Veröffentlichungen sowie Vorträgen kritisiert und zeige Alternativen auf.

Zunehmend findet auch eine Diskussion über Forschung und Lehre in den Wirtschaftswissenschaften statt.

English

Modern textbook economics has created a true monoculture of thought. Worldwide, it alone introduces the neoclassicism without even mentioning possible alternatives. At the same time, it consistently refrains from teaching economic thinking itself: no history of theory, hardly any methodology, no introduction to alternative perspectives. I consider this kind of economic education to be short-sighted and irresponsible. Consequently, I have criticized it in many ways in my publications as well as in my lectures, and I point out alternatives.

Increasingly, there is also a discussion about research and teaching in economics.

Beeinflussung und Manipulation in der Ökonomischen Bildung – Hintergründe und Beispiele

Wussten Sie, dass die ökonomische Bildung weltweit standardisiert ist und damit die Denkweisen von Millionen von Studierenden zu prägen vermag? Und dass dabei wenige Lehrbücher eine maßgebliche Rolle spielen?  In den letzten Jahren sind nun ausgerechnet diese Lehrbücher national wie international in die Kritik geraten. Sie verstellten nicht nur durch ihre Weltferne den Blick auf die realen Prozesse der globalisierten Wirtschaft, sondern indoktrinierten zudem.

Was ist dran an dieser Kritik? Und was genau erweist sich als problematisch? Diesen Fragen bin ich in der Studie im interdisziplinären Dialog insbesondere von Ökonomie und Kognitionswissenschaften anhand zentraler Beispiele nachgegangen. Nach Abschluss der Studie bin ich, das muss ich zugeben, selbst erschrocken darüber, was ich herausgefunden habe: Der Vorwurf der unbewusst bleibenden Beeinflussung der Meinungsbildung von Studierenden lässt sich weit stärker erhärten, als ich es selbst je erwartet hätte. Und mit einer objektiven Wissenschaft hat dies alles sehr wenig zu tun. Lesen Sie selbst!

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Pressebericht: Dirk Ekert „Markt und Eigeninteresse positiv, Kommunismus und Regierung negativ“. In: Telopolis vom 08. August 2017

Hintergründe zu Bildungsfragen finden Sie hier.