Alternativen der ökonomischen Bildung

Kritik ist gut und wichtig. Ebenso gut und wichtig ist auch, Alternativen aufzuzeigen, die realistisch und lebbar sind sowie Hoffnungen machen. Ich möchte Ihnen einige nennen:

Cusanus Hochschule und ihr Institut für Ökonomie – Bernkastel-Kues

Am Institut für Ökonomie der Cusanus Hochschule arbeiten wir kritisch, geschichtsbewusst, plural und realitätsbezogen. Wir treten für eine Erneuerung der Ökonomie im Sinne einer reflektierten und verantwortlichen Wissenschaft ein. In der Lehre bieten wir Bachelor- und Masterstudiengänge in „Ökonomie“ an, die deutschlandweit führend in Sachen neue ökonomische Bildung sind:

  • Bachelorstudiengang Ökonomie: Plural denken – Verantwortlich Wirtschaften
    Flyer
  • Masterstudiengang Ökonomie: Perspektiven gewinnen – Wirtschaft für Gesellschaft gestalten
    Flyer

Näheres über das Institut für Ökonomie erfahren Sie hier.

Erste Informationen über Anliegen und Aktivitäten der Cusanus Hochschule, die ich mit ins Leben gerufen habe, können Sie dem Hochschulflyer entnehmen. Ein persönliches Interview von mir über die Gründung der Cusanus Hochschule können sie hier herunterladen. Auch bieten wir einen Bachelorstudiengang Philosophie und einen Masterstudiengang Philosophie an.

Wenn Sie sich über unsere Lehrveranstaltungen für Externe informieren möchten, folgen Sie diesem Link oder öffnen Sie diesen Flyer.

Bitte unterstützen Sie meine Arbeit an der Cusanus Hochschule! Wir sind eine gemeinnützige Hochschule in freier Trägerschaft und finanzieren uns über freie Spenden und Beiträge unserer Studierenden! Informationen finden Sie sowohl hier und mit diesem Link. Ich danke Ihnen!

Link zu Eine Hochschule für Querdenker, FAZ Bericht von Jan Grossarth über die Cusanus Hochschule in der FAZ vom 23. September 2017

 

Die Gesellschaft für sozioökonomische Bildung und Wissenschaft – GSÖBW

Die GSÖBW ist eine neue Fachgesellschaft, die sich insbesondere für die Reform der wirtschaftswissenschaftlichen Ausbildung und die Erneuerung der ökonomischen Bildung einsetzt und dazu Akteurinnen und Akteure aus unterschiedlichen sozialwissenschaftlichen Disziplinen vernetzt. Ich gehöre zum Vorstand der GSÖBW, die sich sowohl im Rahmen der schulischen als auch universitären Bildung engagiert.
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Netzwerk Plurale Ökonomik e.V.

Diese studentische Initiative ist eine führende Kraft im Ringen um eine plurale und reflektierte Bildung an ökonomischen Hochschulen. Die Studierenden organisieren eigene Lehrveranstaltungen, Ringvorlesungen Lehrplattformen und vieles mehr, und ihr Engagement ist, so bin ich überzeugt, unendlich wertvoll. Ich unterstütze das Netzwerk etwa im Rahmen meiner Vortragstätigkeit.
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Forschungsinstitut für gesellschaftliche Weiterentwicklung (FGW) /Themenbereich „Neues ökonomisches Denken“

Die Studie ist im Rahmen eines Projekts entstanden, das das FGW finanziert hat. Das FGW ist zurzeit eine zentrale Kraft im Bereich der Forschungsförderung, die wesentliche innovativ Impulse für Pluralismus und gesellschaftliche Relevanz der Wirtschaftswissenschaften fördert. Gemeinsam mit der Goethe Universität Frankfurt (Prof. Dr. Tim Engartner) führen wir derzeit noch ein zweites Projekt durch, das das FGW fördert: „Wie denken zukünftige Ökonom_innen“.
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Beeinflussung und Manipulation in der Ökonomischen Bildung – Hintergründe und Beispiele

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Neue Studie von mir erschienen!

Hintergrund

Wussten Sie, dass die ökonomische Bildung weltweit standardisiert ist und damit die Denkweisen von Millionen von Studierenden zu prägen vermag? Und dass dabei wenige Lehrbücher eine maßgebliche Rolle spielen?  In den letzten Jahren sind nun ausgerechnet diese Lehrbücher national wie international in die Kritik geraten. Sie verstellten nicht nur durch ihre Weltferne den Blick auf die realen Prozesse der globalisierten Wirtschaft, sondern indoktrinierten zudem.

Was ist dran an dieser Kritik? Und was genau erweist sich als problematisch? Diesen Fragen bin ich in der Studie im interdisziplinären Dialog insbesondere von Ökonomie und Kognitionswissenschaften anhand zentraler Beispiele nachgegangen. Nach Abschluss der Studie bin ich, das muss ich zugeben, selbst erschrocken darüber, was ich herausgefunden habe: Der Vorwurf der unbewusst bleibenden Beeinflussung der Meinungsbildung von Studierenden lässt sich weit stärker erhärten, als ich es selbst je erwartet hätte. Und mit einer objektiven Wissenschaft hat dies alles sehr wenig zu tun. Lesen Sie selbst!

Studie
Zusammenfassung der Studie

Fachvortrag
Zugehöriger Foliensatz

Einen ersten allgemeinen Überblick finden Sie hier.
Hintergründe zu Bildungsfragen finden Sie hier.

Presseberichte zur Studie:
Dirk Ekert: Markt und Eigeninteresse positiv, Kommunismus und Regierung negativ. In: Telopolis vom 08. August 2017.
Link

 

Achtung! Besorgniserregende Entwicklung in der deutschen Studienlandschaft!

Sie haben noch nichts vom neuen Studienakkreditierungsstaatsvertrag gehört? Dann wird es Zeit. Denn der Vertrag wird zur undemokratischen Macht- und Kompetenzkonzentration in der deutschen Bildungslandschaft führen und die Freiheit der Lehre weiter einschränken – wenn wir es nicht gemeinsam zu verhindern wissen.

 

Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat in seinem Urteil vom 17.02.2016 zur Frage der Akkreditierung von Studiengängen geurteilt, dass Entscheidungen über die zum Schutze der Berufsfreiheit notwendigen Eingriffe in die Wissenschaftsfreiheit vom Staat nicht anderen überlassen werden dürfen. „Wesentliche Entscheidungen zur Akkreditierung von Studiengängen darf der Gesetzgeber jedoch nicht anderen Akteuren überlassen.“ Bisher hatte insbesondere Nordrhein-Westfalen die staatlichen Genehmigungen von Studiengängen automatisch an die Akkreditierungsentscheidungen (privater) Akkreditierungsagenturen gekoppelt. Das BVerfG stuft dies als verfassungswidrig ein. Zur Neuregelung der Akkreditierung haben die Länder den Studienakkreditierungsstaatsvertrag auf den Weg gebracht. Dieser aber löst nicht die vom BVerfG aufgezeigte Unhaltbarkeit eines der Wissenschaftsfreiheit widersprechenden Akkreditierungswesens, sondern verschärft diese in eklatanter Weise. Er setzt darüber hinaus die bisherige Idee des freien Wettbewerbs der Qualitätssicherung und -entwicklung bzgl. aller Studiengänge in Deutschland außer Kraft und zerstört die gesamte Architektur des Akkreditierungswesens in Deutschland. Damit aber steht die Qualitätsentwicklung und Innovationskraft aller in Deutschland angebotenen Studienrichtungen auf dem Spiel, und die Ökonomisierung der Bildung wird auf nahezu groteske Weise übersteigert.

Zwei detaillierte Analysen dazu finden Sie hier (aus wettbewerbsökonomischer Sicht) und hier (aus ökonomisierungskritischer Sicht).

Meine Bitte: Greifen Sie dieses wichtige Thema in wissenschaftlichen, medialen und politischen Diskursen auf! Denn bislang wurde dieses kaum auch nur wahrgenommen. Doch nur eine breite Öffentlichkeit und der demokratische Diskurs werden die Zustimmung der Länderparlamente zum Akkreditierungsstaatsvertrag noch stoppen können. Ich unterstütze Sie gerne bei Ihren Aktivitäten!

Forschungsschwerpunkt: Kritik an der Volkswirtschaftslehre

Die moderne Lehrbuchökonomie hat eine wahre Monokultur des Denkens geschaffen. Weltweit führt sie allein in die Neoklassik ein, ohne mögliche Alternativen auch nur zu nennen. Zugleich verzichtet sie konsequent darauf, das ökonomische Denken selbst zu lehren: keine Theoriegeschichte, kaum Methodenlehre, keine Einführung in alternative Sichtweisen. Eine solche Art der ökonomischen Bildung halte ich für kurzsichtig und verantwortungslos. Folglich habe ich sie in vielfacher Hinsicht in meinen Veröffentlichungen sowie Vorträgen kritisiert und Alternativen aufgezeigt.